Projekte
Kurzbeschreibungen einiger meiner typischen Projekte
Meine (potentiellen) Kunden und Beraterkollegen fragen mich immer wieder, was ich denn so in meinen Projekten mache, wie ich dort arbeite, auf was für Ausgangssituationen ich stoße, wie ich schnelle & nachhaltige Veränderungen erzeuge, usw. Mit meinen Antworten könnten wir Stunden einer angeregten Unterhaltung verbringen, Differenzen und Resonanzen erkennen und gemeinsam lernen. Mir macht das Spaß. Das "nur selbst Erlesen" ist dagegen zäher, hilft aber, um sich ein Bild zu erschaffen und Antworten & Fragen zu generieren. Um die Verschwiegenheit sicherzustellen, habe ich die Benennung der Unternehmen, Standorte und mach weitere konkrete Angaben vermieden.
Projekt
Kennzahlensystem und Shopfloormanagement
| Ziele | Qualifizierung Führungskräfte über SFM; Erarbeitung relevanter Kennzahlen; Aufbau SFM-Wände; Gestaltung SFM-Gespräche mit Fokus auf Vorausschau und Problemlösungs-Steuerung; Reflexion und Intervention durch Berater |
| Ausgangszustand | Führungskräfte berichten Chef in Einzel-Gesprächen und diversen Gruppen-Meetings; überwiegend reaktives Verhalten der Führungskräfte; wenig Verständnis für gesamten Ablauf; Fokus auf wenig Störungen im eigenen Fachbereich; diverse Kennzahlen in Verwendung; Kennzahlen nicht definiert und z.T. widersprüchlich oder ziellos; keine strukturierten Problemlöse-Methoden |
| Ergebnisse | SFM-Wände mit kaskadierten SFM-Gesprächen von Werkleitung bis Meister; festgelegte Agenda; definierte Kennzahlen; Monatsdiagramme mit Ziel, normalem Streuungsbereich und Ampel; Priorisierung Problemlösungen mit Begleitung der Führungskraft bei Anwendung strukturierter Problemlösemethoden; Verständnis für KVP als kontinuierlichen Tätigkeit; selbstlaufende SFM-Gespräche; vorausschauende Problemerörterung und Produktionssteuerung |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 6 Monate (da die Unterstützung des Beraters hierzu nur etwa 2 h/AT erforderte fanden über den restlichen Tag zusätzliche Projekte beim Kunden statt) |
Projekt
Austaktung Montagebänder mit variantenreichen Motoren inkl. SAB-Erarbeitung
| Ziele | Mitarbeiter-Auslastung an Montageband und in Einzelstationen (in Summe 29 Arbeitsplätze) erhöhen und nivellieren; standardisierte Arbeit verbessern; Bereitstellung von Material und Werkzeugen verbessern; soweit möglich, Anzahl Mitarbeiter reduzieren |
| Ausgangszustand | Bandgeschwindigkeit variiert; Mitarbeiter arbeiten mit viel Erfahrung „irgendwie“ den Arbeitsumfang ab; Variantenvielfalt und Sequenz für zu wechselnden Mitarbeiter Auslastung je Takt – Mitarbeiter halten sich nicht an Stationszuordnung, arbeiten vor und driften ab – Material und Werkzeuge sind nicht in der Nähe; Materialbereitstellung z.T. chaotisch; Materialbelieferung aus Vormontagen z.T. mit zu geringen Puffern; keine strukturiere Qualifizierung der Mitarbeiter (sie lernen nur voneinander) |
| Ergebnisse | Bandgeschwindigkeit und Taktzeit konstant; Dokumentation von Soll-Arbeitsgängen mit Zuordnung von Tätigkeiten auf einzelne Arbeitsplätze (= Erstellung Standardarbeitsblätter, SAB); Verbesserung der Materialbereitstellung in Stationen; Freistellung von 2 Montage-Mitarbeitern, von denen einer als Springer / Unterstützer agiert und den KVP treibt |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo |
Projekt
Austaktung Montagebänder mit variantenreicher Cockpitmontage inkl. Materialbereitstellung
| Ziele | Mitarbeiter-Auslastung an Montageband und in Einzelstationen (in Summe 24 Arbeitsplätze) erhöhen und nivellieren; standardisierte Arbeit verbessern; Bereitstellung von Material und Werkzeugen verbessern; soweit möglich, Anzahl Mitarbeiter reduzieren |
| Ausgangszustand | Bandgeschwindigkeit konstant; Mitarbeiter arbeiten mit viel Erfahrung den Arbeitsumfang ab; Variantenvielfalt und Sequenz für zu wechselnden Mitarbeiter Auslastung je Takt à Mitarbeiter halten Band bei Übertaktung an à Outputmenge ist instabil; Materialbereitstellung ist „zusammengestückelt und ungepflegt“ mit z.T. platzraubenden Ladungsträgern |
| Ergebnisse |
Vermeidung Übertaktung durch Aufbau eines Springers/Unterstützers und variantenspezifische Verschiebung von Einbauorten (Umverteilung Arbeitsgänge); Update der Soll-Arbeitsgängen in Standardarbeitsblättern (SAB); Reduzierung der großen Ladungsträgergrößen und der Bestände/Reichweiten in den Stationen; griffoptimalere Anordnung der Ladungsträger und Werkzeuge; Erfüllung der Outputmenge; keine Reduzierung Mitarbeiter-Anzahl, jedoch nun 1 Springer/Unterstützer der sich auch um KVP kümmert |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo |
Projekt
Einrichtung getakteter Montage für LKW-Aufbaurahmen
| Ziele | Nutzung vorhandener motorbetriebener Böcke zum Aufbau einer getakteten Montage über 6 Stationen inkl. Abschlussprüfung; Sicherstellung konstanter Output; Verbesserung Materialbereitstellung am Band und in Vormontage-Stationen |
| Ausgangszustand | Mitarbeiter arbeiten mit viel Erfahrung einen variablen Arbeitsumfang auf einer Station ab (der Arbeitsumfang richtet sich nach dem Fortschritt der Nachbarstationen; Bearbeiteter LKW-Aufbaurahmen wird zu individuellen Zeitpunkten auf die Folgestation gefahren („wenn diese leer ist und ein Arbeitsgang unterbrochen werden kann“); Mitarbeiter arbeiten auch Teile ihres Arbeitsumfangs in vorausgehender Station wenn sin ansonsten warten müssten; Funktionsprüfung in der letzten Bandstation erzeugt stark unterschiedliche Bearbeitungszeiten, da Fehler dort korrigiert werden à diese Station blockiert den gleichmäßigen Output und Vorschub auf den anderen Stationen; die Materialbereitstellung ist z.T. ungepflegt (keine festen Abstellorte; viel Suchaufwand in Setkistenwägen; oftmals fehlendes Material); keine Beschreibung der Arbeitsgänge vorhanden |
| Ergebnisse | Beschreibung der Haupt-Arbeitsumfänge je Station und Mitarbeiter (Details ergeben sich aus den konkreten Zeichnungen); Verbot des Vorarbeitens (stört den Arbeitsablauf dort); Festlegung und Beschilderung aller Materialablageplätze; Aufteilung der Setkistenwägen auf Stationsinhalte; Installation einer Taktzeit-Countdown-Uhr; Visualisierung der erreichten Stückzahl für fehlerfreie Aufbaurahmen und Nacharbeits-Aufbaurahmen; Konzeption und Beauftragung einer zusätzlichen Abschlussprüfungs-Station abseits des Bandes, auf der alle Nacharbeitsumfänge bearbeiten werden à Entlastung und keine Übertaktung der Abschlussprüfungs-Station am Bandende à Realisierung gleichzeitiger und getakteter Vorschub in allen Stationen à Sicherstellung gleichmäßiger Bandoutput (Nacharbeitsoutput resultiert aus verfügbaren Mitarbeitern) |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 6 Monate mit 2-3 AT/Wo |
Projekt
Einrichtung Kommissionierzone, Supermärkte und Bandbelieferung mit getakteten Routen und Staplerrufsystem
| Ziele |
Konzeption und Einrichtung mehrerer Setkisten-Kommissionierzonen (Rundlauf mit Pickzettel bzw. mit Pick-By-Light; Konzeption und Einrichtung mehrere Supermärkte gemäß Lean in Verbraucherortnähe; Konzeption und Einrichtung einer getakteten Route für die Belieferung von Montagestationen aus den Kommissionierzonen / Supermärkten; Einführung eines Staplerrufsystems für Eillieferungen |
| Ausgangszustand |
kaum Erfahrung mit der Gestaltung von Kommissionierungen, Supermärkten, getakteten Routen, Staplerrufsystemen gemäß LEAN; überwiegende Belieferung mit Staplern getriggert mittels „Go&See und Zuruf“; Material kommt aus Haupt-Lager mit z.T. langen Wegstrecken & Wiederbeschaffungszeiten à viel Material am Band und oft fehlendes Material à Strass für Logistiker |
| Ergebnisse |
Kommissionierzonen, Supermärkte, getaktete Route und Staplerrufsystem funktionieren (erkennbare Optimierungen sollen nach einer Gewöhnungszeit in einem Folgeprojekt erfolgen); Staplerrufknöpfe für Material mit Notwendigkeit zur Eilbelieferung sind eingerichtet; Routen fahren getaktet ab (sind aber nicht ausreichend ausgelastet à Folgeprojekt); Reduzierung der Stapler-Anzahl um 50%; in einem Folgeprojekt wurde der zentrale Stapler-Beauftragungs-Monitor durch Funk-Panels auf jedem Stapler ersetzt |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer |
3+3 Monate mit 4 AT/Wo (mit etwa 6 Wochen Pause wegen Überbrückung der Equipment-Bestellzeiten) |
Projekt
Einführung GAB & GAE und Verbesserung von Output, Steuerung, Rüsten und Auslastung in Zahnradfertigung
| Ziele | Einführung Ganzheitliche Anlagenbetreuung (GAB/TPM) und Gesamtanlageneffektivität (GAE/OEE) gemäß Standard; Verbesserung vorausschauende Steuerung mit Berücksichtigung von Rüstzeiten, GAB und Reparaturen; Verbesserung Rüstabläufe (Trennung in intern/extern); Auslastungen der einzelnen Maschinen und Maschinenbediener verbessern; bei Bedarf: Umfänge nach extern verlagern (make or buy Entscheidungen herbeiführen) |
| Ausgangszustand | 30 Maschinen, teilweise mit Verkettung und unterschiedlichen Arbeitsumfängen/Fähigkeiten; GAB wird inkonsequent gelegt; glaubhafte Zahlen für GAE existieren kaum; Rüsten findet irgendwie und irgendwann statt; Maschinenkapazität ist nicht planbar; Output schwankt und ist oft unter Ziel; ein Teil der (verketteten) Fertigungsumfänge ist extern |
| Ergebnisse | für alle Maschinen existiert ein GAB-Pate sowie je ein Wartungsplan für Betreiber und IH; eine Sachnummern-Matrix zeigt auf, welcher Fertigungsablauf auf welcher Maschine mit welchen Zykluszeiten machbar ist; für jede Sachnummer ist der Haut-Fertigungsabläufe sowie Alternativen festgelegt; die Nutzungszeiten der wichtigen Maschinen werden minutengenau manuell dokumentiert und die Daten mit den automatisch erfassten Störungszeiten verifiziert; eine Produktvolumenmatrix zeigt die machbare Kapazität in Abhängigkeit der Zykluszeit und der GAE auf à Ableitung notwendiger Zielwerte; Rüstabläufe an den Engpassmaschinen sind getrennt in intern/extern, trainiert und dokumentiert; verschiedene Fertigungsumfänge wurden nach extern verschoben bzw. wieder reingeholt; in täglichen Abstimmungen wird die anstehenden Tätigkeiten an den Engpassmaschinen vorausgeplant |
| Vorgehensweise im Team |
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| Dauer | 3 Monate mit 4 AT/Wo |